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Finanzierung der Traumimmobilie
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Finanzierung der Traumimmobilie

Wenn man sich erst einmal dazu entschlossen hat, sich den Wunsch nach der eigenen Traumimmobilie zu verwirklichen, stehen danach zwei wichtige Tätigkeiten an. Zum einen muss man das geeignete Objekt finden, zum anderen muss man dieses im Rahmen der Baufinanzierung oder durch normale Kredite auch finanzieren können. Für beide Schritte stehen dem Kunden allerdings zahlreiche Hilfen zur Verfügung. Die Immobilie kann man zum Beispiel durch Anzeigen im Internet, über Zeitungsinserate oder letztendlich auch über einen Immobilienmakler finden. Man muss dazu lediglich die Suche hinsichtlich Kaufpreis, Ort und Lage der Immobilie etwas eingrenzen. Hat man sein Wunschobjekt gefunden, muss man sich anschließend daran um die Finanzierung zu kümmern. Auch hier ergeben sich mehrere Möglichkeiten, auf welche Art und Weise man die Immobilienfinanzierung durchführen kann.

Für die Finanzierung der Immobilie stehen dem Kunden vier Alternativen zur Auswahl

Bis auf ganz spezielle Möglichkeiten, stehen dem Kunden hauptsächlich vier Alternativen zur Auswahl, wie er seine zukünftige Immobilie finanzieren kann. Diese Alternativen können zudem oftmals auf ganz ideale Weise miteinander kombiniert werden, um die absolut passende Baufinanzierung zu erhalten. Das Hypothekendarlehen ist die am häufigsten genutzte Variante der Baufinanzierung. Diese Art des Kredites wird von Banken und Sparkassen speziell für den Zweck der Immobilienfinanzierung angeboten. Der Name Hypothekendarlehen leitet sich daher ab, weil der Kunde als Sicherheit für den erhaltenen Kredit günstig seine Immobilie mit einer Hypothek zu Gunsten der Bank belasten muss. Zumeist ist heute allerdings die Grundschuld die vorrangig genutzte Sicherheit in diesem Bereich. Da die Höhe der zu zahlenden Zinsen feststeht und der Kunde auch wissen sollte, welche Kreditsumme er benötigt und wie hoch die monatliche Kreditrate maximal sein darf, gilt es im Grunde nur noch eine wichtige Entscheidung zu treffen, nämlich ob der Kreditnehmer eine Festzinsvereinbarung abschließen möchte oder nicht. Entscheidet man sich für die Festzinsvereinbarung, erhält man für die vereinbarte Laufzeit immer den gleichen Zinssatz, auf der anderen Seite ist man aber an diesen natürlich auch dann gebunden, wenn die Zinsen am Kreditmarkt inzwischen gefallen sind. Mit einem variablen Zinssatz passt man sich dadurch stets den Marktzinsen an, nimmt aber dann natürlich auch an Zinserhöhungen teil.

Baufinanzierung durch Bauspardarlehen

Die zweite Möglichkeit eine Baufinanzierung zu gestalten, bietet sich dem Kreditnehmer in Form des Bauspardarlehens. Dieses wird nicht wie das Hypothekendarlehen von den Banken angeboten, sondern durch die diversen Bausparkassen. Das Bauspardarlehen erhält man allerdings nur in dem Falle, dass man schon einige Zeit zuvor bereits einen Bausparvertrag abgeschlossen hatte, und dieser inzwischen auch seine Zuteilungsreife erreicht hat. Das Bauspardarlehen an sich zeichnet sich durch seine extrem guten Zinsen und seine Kreditrate aus, die für die gesamte Rückzahlungsdauer unverändert bleibt. Der Bausparvertrag besteht aus dem Sparteil zu Beginn des Vertrages und aus dem Darlehensteil. Der Kunde hat die Möglichkeit, das zinsgünstige Bauspardarlehen dann in Anspruch zu nehmen, wenn eine bestimmte Mindestspardauer vorüber ist und er zudem 40-50 Prozent der Bausparsumme als Sparanteil in seinen Bausparvertrag eingezahlt hat. Die Rückzahlungsmodalitäten des Darlehens kennt der Kunden übrigens schon bei Abschluss des Bausparvertrages, da diese durch den Bauspartarif festgelegt sind, was natürlich eine enorm hohe Planungssicherheit ergibt.

Das Endfällige Darlehen

Eine weitere Variante der Baufinanzierung ist das Endfällige Darlehen, welches in seiner Grundstruktur dem Hypothekendarlehen ähnelt. Der einzige Unterschied zu diesem ist lediglich, dass die Tilgung des Darlehens bis zur Fälligkeit ausgesetzt wird. Der Kunde zahlt also zunächst nur die Kreditzinsen und spart den Tilgungsanteil separat im Rahmen einer Kapitalanlage bzw. eines Sparvertrages an. Bei Fälligkeit des Darlehens wird dann die Restschuld mit dem Kapital getilgt, welches man aus der getätigten Geldanlage erhält. Neben den drei genannten Möglichkeiten, kann der Kunde unter bestimmten Voraussetzungen auch das KfW-Darlehen in die Gesamtfinanzierung einbauen. Es handelt sich dabei um ein spezielles Förderdarlehen, das Kunden zum Beispiel dann erhalten, wenn sie besondere Energiesparmaßnahmen oder Maßnahmen zur Umweltschonung in ihr Eigenheim mit einbeziehen können. Der Hauptvorteil des KfW-Darlehen sind die niedrigen Zinsen, welche sich in der Regel noch unter dem Niveau der Darlehenszinsen vom Bauspardarlehen befinden.

KfW-Darlehen


Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurde nach dem II. Weltkrieg gegründet, um der zerstörten Wirtschaft beim Wiederaufbau zu helfen. Die Konditionen für ein KfW-Darlehen sind im Vergleich zu denen der Geschäftsbanken besonders günstig, da der Staat als Eigentümer der KfW entsprechende Mittel als staatliche Finanzierungshilfen bereit stellen kann. Das bezieht sich sowohl auf die Zinssätze als auch auf die Zahlungsmodalitäten.

Die KfW ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesländer. Es handelt sich um eine Bankengruppe, die jedoch keine eigenen Geschäftsstellen unterhält und KfW-Darlehen müssen über Institutionen wie z.B. die Industrie- und Handelskammern oder auch Geschäftsbanken beantragt werden.

Die Gewährung von KfW-Darlehen steht grundsätzlich in Abhängigkeit zu den Bedingungen, die von der KfW in einer Vielzahl unterschiedlicher Programme fest gelegt sind. So wird z. B. einer Privatperson für Bauvorhaben ein KfW-Kredit gewährt, wenn der Erwerb oder Bau des Hauses oder der Wohnung, die immer auch selber genutzt werden müssen, mit energiesparenden Maßnahmen verbunden ist. Dazu gehören beispielsweise detailliert beschriebene Wärmedämmungen oder der Einbau von Wärmepumpen. KfW-Darlehen können auch für die Modernisierung und Sanierung von Immobilieneigentum oder zur Ablösung oder Prolongation von Immobiliendarlehen, die zu ungünstigeren Marktkonditionen abgeschlossen wurden, verwendet werden.

Werden Überlegungen angestellt, ein KfW-Darlehen für die Finanzierung des Immobilienkaufs bzw. der Renovierung des Immobilienbesitzes zu beantragen, sollte zu allererst genau geprüft werden, welches Programm die KfW für das beabsichtigte Vorhaben auf gelegt hat. Es existiert eine Vielzahl an Programmen, die eine weitgehend individuelle Finanzierung ermöglichen. So bietet die KfW als KfW-Darlehen auch Studienkredite an.

Ein weiterer Bereich, der mit KfW-Darlehen finanziert werden kann, ist die Existenzgründung von Klein- und Solounternehmungen. Für die Gewährung von Existenzgründungsdarlehen im Rahmen eines KfW Darlehens muss der Existenzgründer einen plausiblen Geschäftsplan vorlegen, der von der örtlichen IHK auf Praxisbezogenheit und Realisierbarkeit geprüft werden muss. Ohne die Vorlage der entsprechenden Unterlagen, überprüft von der IHK, besteht keine Aussicht auf Gewährung eines KfW-Darlehens.

Aber nicht nur Klein- und Solobetriebe können mit einem KfW-Darlehen gefördert werden. Die KfW hat auch für mittelständische Unternehmen Finanzierungsmöglichkeiten über ein KfW-Darlehen entwickelt. Sowohl bei Existenzgründungen als auch bei Expansionswünschen oder ernsten wirtschaftlichen Problemen steht die KfW mit intensiven Beratungen wie z. B. Unternehmensberatung vor der Inanspruchnahme eines KfW-Darlehens zur Verfügung.